Gute Lesbarkeit bedeutet mehr als größere Buchstaben. Zeilenlänge, Zeilenabstand, verlässliche Hierarchien, ausreichender Kontrast und sinnvolle Wortwahl bestimmen, wie schnell Augen und Gehirn verstehen. Piktogramme brauchen Textpartner, wenn Bedeutung nicht selbstverständlich ist. Teste deine Notizen: Kann jemand Fremdes sie in Sekunden erfassen? Schaffe klare Einstiegsworte, vermeide Zier-Schriften in funktionalen Hinweisen, und sorge für genügend Weißraum. Welche öffentlichen Hinweise findest du vorbildlich und warum funktionieren sie aus deiner Sicht so gut?
Wenn eine Information wichtig ist, sollte sie auf mehreren Pfaden erreichbar sein. Erhabene Symbole auf Knöpfen, kontrastreiche Markierungen auf Stufen, akustische Bestätigungen bei Türen geben Sicherheit, selbst wenn eine Sinnesmodalität ausfällt. Diese Vielfalt hilft auch in lauten, dunklen oder hektischen Situationen. Prüfe deine Wohnung: Wo könntest du einen alternativen Pfad ergänzen, der niemanden stört, aber vielen hilft? Teile deine Ideen, wie Mehrkanaligkeit im Kleinen praktisch und schön umgesetzt werden kann.
Sprache vermittelt Zugehörigkeit. Klare Verben, konkrete Substantive und höfliche, direkte Ansprachen schaffen Vertrauen. Handlungsverläufe sollten in nachvollziehbare Schritte zerlegt sein, mit sichtbaren Einstiegen und ehrlichen Ausgängen. Keine Überraschungen hinter Buttons, keine versteckten Nebeneffekte. Probiere, eine Anleitung für Gäste zu schreiben, die Herd, Heizung und WLAN beschreibt. Gib sie jemandem, der deine Wohnung nicht kennt, und sammle Feedback. Welche Formulierungen öffneten Türen, welche verwirrten, und was konntest du sofort verbessern?